Die Niederlassung Bad Honnef hat sich mit ihrer Präsentation unter hochrangigen
Konkurrenten durchgesetzt und den Generalplanungsauftrag erhalten.

Wie funktioniert eine Kläranlage?
Abwasser rein – Trinkwasser raus – leider nicht!
Eine Kläranlage hat die Aufgabe, unser Abwasser so weit zu reinigen, dass es bedenkenlos
wieder in unsere Gewässer eingeleitet werden kann. Standardmäßig
wird das Abwasser heute in 3 Reinigungsstufen aufbereitet (mechanisch, biologisch
und chemisch). Trotz der im Allgemeinen sehr guten Reinigungsleistung von Kläranlagen
enthält das geklärte Abwasser häufig noch eine Vielzahl an Mikroschadstoffen,
welche mit den herkömmlichen Verfahren nicht ausreichend beseitigt werden
und einen negativen Einfluss auf die Gewässer und ihre aquatische Lebensgemeinschaft
haben (Stichwort: Verweiblichung von männlichen Fischen unterhalb
von Kläranlagenabläufen

Bauablauf mit Darstellung der technischen Einbauten

aufgrund hormonell wirksamer Substanzen). Auf der Kläranlage Brühl handeltes sich dabei im Wesentlichen um Arzneimittel(65%), Röntgenkontrastmittel (15%) und Korrosionsschutzmittel (13%), welche nun mit einer zusätzlichen 4. Reinigungsstufe weitestgehend
eliminiert werden sollen. Hierfür wurde von Dr. Hathumar Schmidt eine innovative Verfahrenskombination
entwickelt, für die derzeit eine Patentanmeldung geprüft wird. In der Präsentation konnte Dr. Markus
Robeck die Jury mit Fachwissen und innovativen Techniken überzeugen. Auf Basis der bereits an uns beauftragten Machbarkeitsstudie und der dazugehörigen Planung fertigte Thomas Ludewig innerhalb kürzester Zeit (bei Nacht und Nebel) eine
aufwendige 3D-Planung.

Die daraus resultierende animierte Darstellung des „Wasserweges“ beim Durchlaufen der Kläranlage, 

sowie die anschauliche Darstellung der einzelnen Bauphasen waren einzigartig und führten mit der kontinuierlichen Berücksichtigung aller sonstigen Wertungspunkte letztendlich zum Erfolg.
(Markus Robeck, Bad Honnef)