Alles begann mit einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zum Bauzeichner in Schmallenberg. Die Freude war groß, als ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Das Gespräch blieb mir in sehr guter Erinnerung. All das, was die Lehrer über Vorstellungsgespräche erklärt hatten, bewahrheitete sich nicht. Es war ein kurzes Gespräch mit Ferdinand und dem Senior Chef, in dem ich erstmal ein Angebot für ein Praktikum, in den bevorstehenden Ferien bekommen habe. Natürlich nahm ich das Angebot an und begann kurz darauf das Praktikum. Am letzten Tag davon, wurde mir ein Schülerjob, als „Scanner“ und „Abhefter“ und ein Ausbildungsplatz angeboten. Obwohl ich für das Einscannen der alten Projektmappen oft in den muffigen Schwimmbadkeller musste, war es allemal besser als im Regen Zeitungen auszutragen (das war mein vorheriger Job).

Zu Beginn meiner Ausbildung wurde mir dann der Ernst der Lage klar, nur noch 30 Tage Urlaub im Jahr und nicht mehr 12 Wochen! Aber das war auch das einzige Negative, da mir meine Ausbildung sehr gut gefallen hat. Es haben sich alle viel Zeit für mich genommen und immer eine Antwort auf meine Fragen gehabt. In der Berufsschule lernte ich dann, dass es das Ziel eines jeden Menschen sein sollte, Lehrer zu werden. Unsere hatten wirklich wenig Stress und dann die vielen Ferien. Meine Ausbildung verlief recht reibungslos und nach 3 Jahren entschied ich mich dazu, nochmal die Schulbank zu drücken, um mein Fachabitur zu machen. In dem Jahr arbeitete ich dann, wenn ich Zeit hatte, als Zeichner im Büro.
Mittlerweile studiere ich Bauingenieurwesen an der Universität Siegen und arbeite als studentische Hilfskraft im Schmallenberger Büro. Bei all meinen Entscheidungen wurde ich von der Firma Schmidt unterstützt.
(Florian Frisse, Schmallenberg)